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THE SLOW SHOW

The Slow Show haben schon länger nichts mehr von sich hören lassen. Die Veröffentlichung der letzten Platte „Dream Darling“ liegt nun schon bald drei Jahre zurück. Doch jetzt hat das Quartett aus Manchester die Studioarbeit an einem neuen Album beendet und steht kurz davor, die selbst gewählte Funkstille zu beenden. Wobei man sich von der Herkunft nicht täuschen lassen sollte: Selten hörten sich Musiker aus der Gegend so wenig nach Großbritannien und Britpop oder Warehouse an. Nicht umsonst ist der Bandname von einem Song von The National abgeleitet. Von amerikanischen Vorbildern stammt auch der epische Sound, der durchaus etwas von Neil Young, Wilco, Bon Iver oder eben The National hat. Mit ihren Liedern über Liebe und Tod haben sie schon das lauteste Publikum zu staunendem und ehrfürchtigem Schweigen gebracht. Der Bariton von Sänger Rob Goodwin verschmilzt dabei mit der Band, mit den Streicher- und Bläserarrangements und alles wird in den sich steigernden Stücken zu einer dynamischen Einheit. Die überwältigende Schönheit der Songs und das überzeugende Selbstbewusstsein, mit dem The Slow Show ihre Lieder spielen, beeindruckt zutiefst. Die Jungs haben eine ganz eigene Welt erschaffen, voller Berge und Schluchten, Prärien und Wüsten und Meeren. Ihre Auftritte sind wie ein langer, starker und erhebender Gefühlsmoment, die Songs gehen dabei ohne Umweg tief in die Seele. Dabei schaffen die Briten es ganz ausgezeichnet zu variieren: War das Debütalbum „White Water“ noch relativ wild und ungestüm, wurde die Musik auf dem Nachfolger doch deutlich sparsamer und ruhiger. Auf dem kommenden dritten Album soll es dem Vernehmen nach wieder voller, majestätischer und theatralischer zugehen. Im April kommen The Slow Show mit dem neuen Material zunächst für eine exklusive Show nach Berlin.


Booking: Silke Westera