So eine Punk-Band wie SWMRS hat es noch nie gegeben. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Label „Punk-Band“ in diesem Fall viel zu kurz greift. Das Quartett aus Oakland, Kalifornien, will einfach mehr sein als nur laut oder nur rebellisch und hat viel mehr musikalische Ideen, als sich in die berühmten drei Akkorde verpacken ließe. Stattdessen kombinieren SWMRS die bissigen Breitseiten von The Clash, das Amphetamin-Bubblegum der Ramones und die schneidenden Texte, treibende Energie und raue Ehrlichkeit von Public Enemy, Frank Ocean, A Tribe Called Quest und Kurt Cobain. Für die vier immer noch ziemlich jungen Kerle geht es bei Punkrock nicht nur um die Ästhetik, sondern vor allem um Ideen. Um die Freiheit, eine eigene Stimme zu finden, die eigenen Gedanken und Gefühle offen auszudrücken. Und dabei natürlich trotzdem ordentlich Lärm zu machen. Was umso einfacher geht, wenn man ein Vorbild dafür in der eigenen Familie hat: Der Schlagzeuger Joey Armstrong ist schließlich der Sohn von Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong und der wiederum hat seinen Sprössling und seine Band auf ihrer musikalischen Reise schon unterstützt, als die Jungs vom ersten Flaum auf der Oberlippe noch weit entfernt waren. Inzwischen kommen SWMRS ganz gut ohne ihren Mentor zurecht (auch wenn er natürlich immer noch beratend zur Seite steht). Sie haben wie erwähnt ihre eigene musikalische Sprache gefunden, ihr eigenes Label gegründet, die Coming-of-Age-Debütplatte „Drive North“ produziert – über die der Rolling Stone urteilte, es sei „der Sound des Hier & Jetzt“ – und waren mit Größen wie Blink 182 auf Tour. SWRMS werden immer härter, immer konkreter, immer schärfer und immer besser. Im Moment arbeiten die Kalifornier an neuen Songs und kommen im August für drei exklusive Clubshows nach Deutschland.


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