Ron Pope ist Vater einer entzückenden Tochter geworden und hat ihr ein komplettes neues Album gewidmet. Nach ihrer Geburt hat er alle Aufnahmen und Pläne für eine neue Platte gestrichen, über den Haufen geworfen und komplett neu angefangen. „Bone Structure“ erscheint im kommenden Jahr, die ersten beiden Songs „Practise What I Preach“, ein souliger, treibender Song mit markanten Bläsersätzen, und „Take The Edge Off“, eine Schmelzballade, wie sie nur wenige so perfekt hinbekommen, kursieren schon seit Juli. Auch wenn der Adressat vieler Stücke direkt das kleine Mädchen ist, das da in der Wiege liegt, darf man bei Pope natürlich keinesfalls Kinderlieder erwarten. Ganz im Gegenteil: Der Musiker aus Nashville hat ein grandioses Album geschrieben und aufgenommen, das sich mit einer neuen Realität auseinandersetzt und mit der eigenen Sterblichkeit, die einem dadurch bewusst wird, und einen ganz neuen Lebensweg erforscht.
Man hört ja oft, dass jemand eine sehr persönliche Platte produziert habe, nur weil er oder sie darauf ein paar Liebeslieder singt. Bei „Bone Structure“ kann man sich anhören, wie das wirklich geht, das tiefste Innere offenzulegen, ohne dass auch nur einen Moment Peinlichkeit aufkommt. Pope destilliert aus seinem neuen Leben große, nachdenkliche und auch moralische, aber vor allem vergnügliche Lieder. Pope hat nichts weniger versucht, als mit seiner Musik die Prinzipien auszudrücken, die ihn durch das Leben geführt haben – von seinen Teenager-Eltern und der Kindheit in Armut über die Straßenmusik in New York bis hin zum Dasein als Vater, Ehemann und Songwriter von heute. Diese Prinzipien muss er nun weitergeben, Vorbild sein und daranhalten: „And now I do my best to practice what I preach.“ Dass Pope musikalisch dabei stets die Genres wechselt und alle Americana-Stile verwendet, versteht sich von selbst. Komplett independent war er in den vergangenen gut anderthalb Dekaden unterwegs und hat dabei weltweit Konzerte ausverkauft, über zwei Millionen Tracks digital verkauft, 350 Millionen Spotify-Streams gesammelt und noch mal 825 auf Pandora und 150 Millionen auf YouTube. 
Ron Pope ist überaus erfolgreich, was umso schöner ist, weil er so absolut ehrlich ist – auf „Bone Structure“ mehr denn je. Im kommenden April kommt er für eine exklusive Show nach Köln und bringt die vielgereiste Emily Scott Robinson als Support mit, die auf ihrem jüngsten Album „Travelling Mercers“ ein wundervolles und trauriges, fröhliches und schmerzvolles Bild der aktuellen USA in ihrer ganzen Zerrissenheit zeichnet.


Booking: Benedikt Fetz

  • — Köln | Kulturkirche

    präsentiert von

    event., guitar acoustic, Bedroomdisco

    support EMILY SCOTT ROBINSON

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