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PORCUPINE TREE

Als Porcupine Tree 2010 eine Pause einlegte, war Donald Trump Moderator einer Spielshow, Spotify befand sich noch in der Entstehungsphase und die Welt drehte sich größtenteils um eine ziemlich vorhersehbare Achse. Als sich die Band nach ihrem erfolgreichsten Album und der bis dahin größten Show verabschiedete, schienen die Vorstadt-Horrorgeschichten und dystopischen Albträume, die Texter und Frontmann Steven Wilson so lebhaft in den Songs darstellte, außer Reichweite. Es waren dunkle Fantasien, die hier so niemals hätten passieren können (…oder?).  Die Band blieb eine brillante Anomalie.

Spulen wir vor bis 2022, wo die täglichen Nachrichten einer Reihe von Wilson-Texten ähneln, fast so, als wären sie krass zum Leben erweckt: Ein nie endendes Schleudertrauma, ein Kreis von politischen Hetzrednern, Verfall und Krankheit, Paranoia und Scheinwahrheiten.  Ein passender Zeitpunkt also für Porcupine Tree (Wilson, Richard Barbieri und Gavin Harrison), um nach der unerwarteten Ankündigung ihrer Rückkehr, Ende 2021, mit dem von der Kritik gefeierten neuen Album CLOSURE/CONTINUATION und einer ausverkauften Tour durch Amerika, Großbritannien und Europa zurückzukehren. 

Als eine der zukunftsorientiertesten, genre-übergreifenden Rockbands aller Zeiten wurde die Grammy-nominierte Band 1987 von dem renommierten Musiker/Produzenten Steven Wilson als Ventil für experimentelle Aufnahmen gegründet, außerhalb und unberührt seines gefeierten Post-Rock-Duos, No-Man. Mit der Ergänzung des Keyboarders Richard Barbieri und des Schlagzeugers Gavin Harrison entwickelte sich Porcupine Tree bald zu einer richtigen Band, die zwischen 1992 und 2009 zehn Studioalben veröffentlichte. Bei jeder neuen Veröffentlichung „erforschte“ Porcupine Tree neue musikalische Ideen, wobei sich ihre expansive Musik von pastoralem Psychedelic Rock und atmosphärischen elektronischen Klanglandschaften bis hin zu experimentellem Pop und treibendem Metal weiterentwickelte.  Mit späteren Veröffentlichungen, wie das für den GRAMMY-Award 2007 nominierte Fear of a Blank Planet und The Incident (2009), ​​ließ Porcupine Tree mühelos unverwechselbare Genres verschmelzen, um ein ganz eigenes, bahnbrechendes Musikuniversum zu schaffen.

Das11-Stunden-Studioalbum der Band, das im Laufe des letzten Jahrzehnts leise und unregelmäßig aufgenommen wurde, ist das kollaborativste Album der hochgelobten Karriere von Porcupine Tree. Von unruhigen, offenen Texten bis hin zu einem wunderschönen, zyklonalen Sound - das Album steht stellvertretend für eine atemberaubende und zeitgemäße Rückkehr der beständig innovativsten und einflussreichsten Rockbands.

Pause vorbei. Abschluss erreicht. Porcupine Tree fahren fort.

Porcupine Tree sind Steven Wilson (Gesang, Gitarren, Bass, Keyboards), Richard Barbieri (Keyboards, Sounddesign) und Gavin Harrison (Schlagzeug).


Booking: Steffen Rabe

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