Im Januar erscheint mit „Power Chords“ das vierte Album von Mike Krol - und es ist enorm umfangreich geraten: Mit 34 Minuten Laufzeit ist es rund doppelt so lang wie alles andere, was der Kalifornier bislang veröffentlicht hat. Der Titel ist ein Versprechen, das eingehalten wird: Die Vorabsingle „Little Drama“ beispielsweise entstand aus einer Herausforderung, die sich der Musiker selbst gestellt hat: „To make the simplest, most primitive ,rock riff‘ progression ever.“ Der gelernte Grafikdesigner rauscht also immer noch mit aller Kraft durch einen Indie-Garagen-Punkrock-Kosmos. Wobei ihm selbst diese Zuschreibungen nicht nur egal, sondern eher verhasst sind. Er sei zu Indie für Punker und zu Punk für Indie-Rocker, hat er einmal zu Protokoll gegeben, seine Debütplatte hieß „I Hate Jazz“, obwohl er sich hier mehr um eine Hassliebe handeln dürfte. Musik hat Krols Leben zerstört und dann wieder gerettet - so könnte man den Prozess umschreiben, den der Amerikaner durchgemacht hat. Immer und immer wieder. Fehler zu machen gehört zum Leben, und alle Fehler zu machen, die nur möglich sind: Das war schon immer seine Spezialität. Daraus schöpft er seine Kreativität, daraus entstehen seine Monster, seine Songs. „Power Chords“ ist das beste Album dessen, was man bei jedem anderen Künstler eine Karriere nennen würde und was bei Krol eine Verweigerung ist. Es ist schmerzvoll, voyeuristisch und wütend, gleichzeitig aber auch transzendent und zeitlos. Da wird der Musiker durch eine Kraft bewegt, die größer ist als er selbst, da spielen die titelgebenden Akkorde den Gitarristen und nicht umgekehrt. Das hört sich verrückt an und ist es auch. Aber es ist laut und knackig und rumpelig und unglaublich gut. Im April kommt Mike Krol mit seinen neuen Tracks für zwei exklusive Shows nach Deutschland.


Booking: Bernie Schick

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