Grace Shaw ist Mallrat ist der aufregende Elektro-Pop-(Ex-)Teenager aus Brisbane. Ihre Plattenfirma nannte sie einmal halb bewundernd, halb neckend, die „Hannah Montana of the rap game“. Ganz Recht hat sie damit nicht. Schließlich macht Mallrat nicht nur Sprechgesang, sondern sie kann wirklich singen. Außerdem ist ihr sinnverwirrender Stilmix auch weit entfernt von irgendwelchen Genrefestlegungen. Sie höre jede Art von Musik, darum sei ihr Sound so wechselhaft, sagte sie einmal. Aber sie finde es cool, so wie es ist. Inzwischen hat Shaw zwei gefeierte EPs veröffentlicht und vor kurzem ihre neue Single „Nobody’s Home“. Mit ihrer silbern schimmernden Stimme singt Mallrat diese Lyrics über das Großwerden und die Schwierigkeiten der Adoleszenz mit einer unschuldigen Weisheit, dass einem schwindelig wird, während ihr Pop die Herzen schmelzen lässt. Erst mal klingt alles flockig und leicht und locker. In Wahrheit steckt aber viel Arbeit in den Songs der inzwischen 20-Jährigen. Die Produktion ist aufwändig, vor allem was die Stimme angeht. Die Vocals werden gepitcht und gedehnt, übereinander gelegt und verfremdet. Oft hat man den Eindruck: Da singt und spricht mehr als eine Person. Die Beats wandeln ständig ihren Charakter zwischen Dancefloor und Stampfen durch den Sumpf der Jugend. Und doch kommt das alles ganz sommerlich und fröhlich daher. Genauso, wie es sich für guten Pop eben gehört. Mallrat versteht es meisterlich, verschiedene Ebenen zu überlagern, damit tolle Geschichten zu erzählen und daraus ein präzises Ganzes sowie wunderbare Stimmungen zu schaffen. Was man bei den Live-Auftritten von ihr erwarten dürfe, wurde sie einmal gefragt. „Dancing“, war die einfache und sehr präzise Antwort. Im Juli kommt Mallrat für eine exklusive Show nach Berlin.


Booking: Max Wedekämper

  • — Berlin | Auster Club

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