Anfang September erschien mit „Driving Music“ die dritte EP von Mallrat. Das musikalische Projekt von Grace Shaw aus Brisbane ist einer der aufregendsten Electro-Pop-Acts derzeit. Nach den zwei gefeierten EPs „Uninvited“ und „In The Sky“ sowie der Adoleszenz-Hymne „Nobody’s Home“ folgt nun also der dritte Wurf der Australierin, die von ihrer Plattenfirma einmal halb bewundernd, halb neckend, die „Hannah Montana of the rap game“ genannt wurde. Dass das nicht ganz stimmen kann, wird auch auf der neuen Platte sofort klar. Einerseits macht Mallrat viel mehr als Sprechgesang und kann wirklich singen. Außerdem ist ihr sinnverwirrender Stilmix auch weit entfernt von irgendwelchen Genrefestlegungen. Sie höre jede Art von Musik, darum sei ihr Sound so ein Mischmasch, sagte sie einmal. Erst mal klingt alles flockig, leicht und locker. Sie versteht es meisterlich, verschiedene Ebenen zu überlagern, daraus ein präzises Ganzes zu schaffen und damit tolle Geschichten zu erzählen sowie wunderbare Stimmungen zu schaffen. In Wahrheit steckt aber viel Arbeit in den Songs. Die Produktion ist aufwändig, vor allem was die Stimme angeht. Die Vocals werden gepitcht und gedehnt, übereinander gelegt und verfremdet. Oft hat man den Eindruck: Da singt und spricht mehr als eine Person. Die Beats wandeln ständig ihren Charakter zwischen Dancefloor und Stampfen durch den Sumpf der Jugend. Und doch kommt das alles ganz sommerlich und fröhlich daher. Genauso eben, wie es sich für guten Elektro-Pop gehört. Bereits im Juli war Mallrat für eine exklusive Show bei uns in Berlin und hat das Publikum in Ekstase versetzt. Jetzt hat sie bestätigt, dass sie im November für zwei weitere Auftritte erneut nach Deutschland kommt.


Booking: Max Wedekämper

  • — Köln | Blue Shell

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  • — Hamburg | Prinzenbar

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