Im Mai haben Liily bei ihrer exklusiven Clubshow in Hamburg mehr als überzeugt. Die vier jungen Kalifornier haben einen wilden und frenetischen und ebenso gefeierten Auftritt hingelegt. Die Band macht eben aus jedem ihrer Auftritte ein Fest, eine Party, einen Abriss. Mit ihrer verrückten Intensität entwerfen sie nichts weniger als eine neue Vision von Alternative Rock mit einer Menge Spaß. Das kennt man aber auch schon eine ganze Weile von den vier Teenagern aus Los Angeles, genauer gesagt dem San Fernando Valley. Die Erfahrung, die Gitarrist Sam De La Torre, Sänger Dylan Nash, Drummer Maxx Morando und Bassist Charlie Anastasis bei Haus- und Warehouse-Partys gesammelt haben und die enge Verbindung zwischen Musiker und Publikum, die ständige Kommunikation und das spontane Reagieren auf eine Situation prägen das musikalische Verständnis des Quartetts. Den ersten beiden erfolgreichen Singles „Toro“ und „Sold“ aus dem vergangenen Jahr folgte diesen März die Debüt-EP „I Can Fool Anybody In This Town“. Liily schätzen die keimende Community, das Miteinander befreundeter junger Bands in ihrer Heimatstadt, die sich dadurch gegenseitig zu Höchstleistungen pushen. Ihr Credo lautet: „Wir wollen viel mehr Musik aus der Wärme der Vororte hören und viel weniger aus dem kalten künstlichen Herzen der Stadt.“ Folgerichtig klingen so auch die Songs von Liily. Sie pflücken sich einen Vintage-Sound, den sie mit modernen Methoden weiter verarbeiten. Dafür harken sie durch jeden Ort, an dem sie spielen und bauen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug eine neue Kultur auf, an der jeder teilhaben soll. Wenn diese Jugend die Zukunft der Rockmusik ist, muss man sich vorerst keine Sorgen machen.


Booking: Mario Stresow