1989: In einem kleinen, grünen Holzhaus in Tokio sitzt ein 6-Jähriger aus Süddeutschland und hört
zum ersten Mal in seinem Leben Public Enemy. Aufgelegt von seinem großen Bruder auf dessen
Billig-Plattentellern im gemeinsamen 12qm Kinderzimmer.
Schnitt.
29 Jahre später ist dieser Junge aka JUSE JU selbst eine Größe in der deutschen Indie-Rapszene
im Dunstkreis der Antilopen Gang, Fatoni, Dexter und Edgar Wasser.
Am 16.März erschien JUSE JUs neues Album „Shibuya Crossing“. Die Quintessenz seiner
wechselhaften Geschichte und Weltsicht. Die Produzenten der Platte (Dexter, Torky Tork, Yourz
u.a.) kombinieren 2017er Grooves mit dem warmen Klang von Samples und echten Instrumenten.
So schaffen sie einen State of the Art Sound, der sich von der Bi-Polarität von Trap-Synthie-Sound
und klassischem Boom Bap in Deutschland absetzt. Juse lässt Introspektiven zu, die man sich
einer höher-reicher-besser Szene eigentlich nicht erlauben kann. Die bissige Ironie und
Battleattitüde der Vorgänger-Mixtapes wird um ein offenes Visier erweitert.


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