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JACOB COLLIER

Leider muss die Tour von Jacob Collier infolge der bekannten Entwicklungen verlegt werden. Die Geschehnisse der letzten Wochen zeigen, dass in Deutschland und in vielen anderen Ländern aufgrund behördlicher Anordnungen Veranstaltungen nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden können. Bei international auftretenden Künstlern kann es wie in diesem Fall dazu kommen, dass dadurch Auftritte in Deutschland betroffen sind, auch wenn diese terminlich hinter dem aktuellen Verbotszeitraum liegen. Nachholtermine stehen bereits fest. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Regelmäßig lässt die Musikbranche empirisch ermitteln, wie junge Hörer ticken. Dabei stechen stets zwei Erkenntnisse hervor: Zum einen ist das Streaming mit Abstand deren bevorzugtes Medium, zum anderen ignorieren junge Hörer im Gegensatz zu älteren Generationen mehr und mehr hergebrachte Genreklassifizierungen wie Pop, Rock, Indie, Dance oder Jazz. Erlaubt ist was gefällt. Multitalent und Multiinstrumentalist Jacob Collier ist nicht nur ebenfalls ein Kind dieser Generation, sondern macht auch alles richtig, um bei ihr auf offene Ohren zu stoßen. Der zur Zeit „fleißigste junge Mann des Musikgeschäfts“ – so wurde er in einer britischen TV-Sendung begrüßt – kümmert sich keinen Deut um die Frage, ob seine Musik Pop, Jazz, Weltmusik oder was auch immer sein mag. Hauptsache sie genügt seinen künstlerischen Vorstellungen. Bekannt wurde er durch seine atemberaubenden Split-Screen-Coverversionen auf Youtube, die viele Meilen weit von den unzähligen und meist langweiligen „Junge nimmt Gitarre und singt mittelgut einen Song nach“-Varianten entfernt sind. Stattdessen singt und spielt der Musiker alles selbst ein oder lädt ein Orchester oder Gäste dazu und macht beispielsweise aus „Moon River“ eine knapp neunminütige harmoniesatte A-capella-Sinfonie. Seine Veröffentlichungen streut er in regelmäßigen Abständen auf die Online-Plattformen, sein neues Album „Djesse Vol. 2“ gibt es nur digital. Der zweite Teil eines auf vier Teile angelegten ambitionierten Projekts mit insgesamt 40 Songs ist noch mehr als der Vorgänger „Vol. 1“ ein geradezu aberwitzig abwechslungsreiches Werk aus unterschiedlichsten Musikstilen, zusammengehalten durch Colliers warme Stimme und seinen Hang zu schwerem Funk und atemberaubender Harmonik. Neben Sängerin JoJo hat er diesmal die Gäste Dodie, Lianne La Havas, Oumou Sangaré, Chris Thile, Sam Amidon, Steve Vai, Kathryn Tickell, Becca Stevens und Maro ins Studio geladen. Wer diese Vielfalt gehört hat, glaubt kaum, dass Collier sie auch auf die Bühne bringen kann, egal ob mit Band oder solo. Aber der Londoner kommt mit so viel Equipment, Engagement, Energie und einer unglaubliche voluminösen mehr-Oktaven-Stimme auf die Bühne, verzaubert jedes Publikum aus dem Stand und bringt es zum Tanzen und Singen. Colliers Auftritte sind einzigartig, jeder ist neu und anders. 


Booking: Yan Mangels

  • — Berlin | Columbiahalle

    präsentiert von

    Jazz thing, kulturnews, MusikBlog.de, The-Pick.de

    Hinweis verlegt vom 01.04.2020 aus dem Huxleys

    Tickets
  • — München | Muffathalle

    präsentiert von

    Jazz thing, kulturnews, MusikBlog.de, The-Pick.de

    Tickets
  • — Köln | Palladium

    präsentiert von

    Jazz thing, kulturnews, MusikBlog.de, The-Pick.de

    Hinweis verlegt vom 04.04.2020 aus dem Carlswerk Victoria

    Tickets
  • — Frankfurt | Batschkapp

    präsentiert von

    Jazz thing, kulturnews, MusikBlog.de, The-Pick.de

    Tickets

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