Bergur Þórisson und Pétur Jónsson kommen aus Island. Wie es auf der abgelegenen Atlantikinsel üblich ist, auf der anscheinend jeder mal mit allen anderen zusammengearbeitet hat, sind auch die beiden mit etlichen Größen wie Björk, Sigur Rós und Johann Johannson, aber natürlich auch vielen etwas weniger bekannten Musikerinnen und Musikern verbandelt. Mit ihrem gemeinsamen Projekt Hugar, im Jahr 2013 ins Leben gerufen, haben sie sich allerdings eine ganz eigene Soundnische geschaffen, die sich aus vielen verschiedenen Genres speist und auch tief in die klassische Musik verweist. Bereits im Jahr nach der Gründung erschien das selbstbetitelte Debütalbum, das die Multiinstrumentalisten aus improvisierten Studio-Sessions heraus entwickelt haben. Entstanden ist ein vielschichtiges, ätherisches und ruhiges Werk: Basierend auf Piano, Trompete und Gitarre wächst hier eine dramatische Klangfülle heran, die ziemlich einzigartig ist und vor dem inneren Auge Landschaften entstehen lässt, die nicht zufällig einem idealisierten Bild ihrer Heimatinsel entspricht. Die eisigen Gipfel der vulkanischen Berge hört man ebenso heraus wie die heißen Quellen oder die kurzen, aber mystischen hellen Sommer Islands. Zig Millionen Streams auf Spotify zeugen vom Erfolg dieser ambienten Musik. 2016 folgte mit „Waves“ eine weitere Single, auf der sie den strikt instrumentalen Pfad verlassen und mit dem Sänger Arnór Dan zusammengearbeitet haben. Vor einem Monat dann kam der jüngste Track „Saga“ heraus, auf dem Hugar produktionstechnisch eine deutliche Entwicklung zeigen: Der Klang ist heller und klarer geworden, gleichzeitig ist die Komposition in ihrem dramatisch sich steigernden Aufbau ein kleines Meisterwerk geworden. Wenn dieses Stück ein Vorgeschmack auf eine kommende zweite Platte ist, dann dürfen wir etwas ganz Großes erwarten am 29. März 2019, wenn Hugar in den Kleinen Saal der Hamburger Elbphilharmonie kommen.
  • — Hamburg | Elbphilharmonie - Kleiner Saal

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