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GLEN HANSARD

Jeder, der in den vergangenen Jahren die Gelegenheit hatte, den 48-jährigen Iren Glen Hansard einmal live zu erleben, ist sich einig: einen intensiveren, mitreißenderen und authentischeren Künstler kann man derzeit in der Welt handgemachter Musik kaum finden. Mit einer atemberaubend virtuos aufspielenden Band bietet er allabendlich bis zu dreistündige Konzerte, die alle Nuancen zwischen intimem Singer-/Songwriter, klassischem Folk, lässigem Soul und kraftvollem Rock ausloten. Der internationale Erfolg, der Glen Hansard seit Veröffentlichung seines Solo-Debütalbums „Rhythm & Repose“ im Jahr 2012 beschieden ist, ist damit nicht weniger als das (leidlich späte) Ernten der Früchte, die der umtriebige Musiker, Schauspieler und Kunst-Kollaborateur in den zwei Jahrzehnten zuvor ausgesät hat. Denn in Glen Hansard findet man einen Frontmann und Musiker, der charismatischer und dabei nahbarer ist als selbst die größten Namen in der Geschichte der Folk- und Singer-/Songwriter-Musik.

Dabei war Glen Hansards künstlerischer Weg von Anfang an vorbestimmt. 1990 gründete er die Rockband The Frames, die zwischen 1991 und 2006 sechs Alben aufnahm, mehrfach um die Welt tourte – aber doch Zeit ihrer Existenz eher ein Geheimtipp blieb. Fast zeitgleich zu „The Cost“, dem bislang letzten Werk der Frames, erschien das Debüt seines Folk-Duos The Swell Season, das er gemeinsam mit der tschechischen Pianistin und Sängerin Markéta Irglóva initiierte. Dem ersten, selbstbetitelten Album folgte 2007 die gemeinsam komponierte Musik zu dem irischen Independent-Film „Once“, in dem Hansard und Irglóva auch die Hauptrollen übernahmen.

Die kleine, wunderschöne Romanze über einen irischen Straßenmusiker und eine osteuropäische Gastarbeiterin gewann internationale Preise, unter anderem einen Oscar als beste Filmmusik für den Titelsong „Falling Slowly“. Mit einem Schlag waren die überzeugten Independent-Musiker, nach den Dreharbeiten für mehrere Jahre auch privat ein Paar, weltweit bekannt. Ihr folgendes Album „Strict Joy“ wurde 2009 als eines der besten Alben des Jahres gefeiert.


2012 kehrte Glen Hansard mit seinem ersten Soloalbum „Rhythm And Repose“ zurück. Die Songs erzählen Geschichten aus seinem Leben, Glen Hansard besinnt sich in den gefühlvollen Kompositionen auf seine Anfänge als Straßenmusiker. Auf einer gemeinsamen Solo-Tour mit dem Pearl Jam-Frontmann Eddie Vedder bewiesen die beiden, wie gut US-amerikanische Musikgeschichte und irische Folk-Tradition zusammen gehen.

Rund um sein zweites Soloalbum „Didn't He Ramble“, das 2015 erschien und für einen Grammy in der Kategorie „Best Folk Album“ nominiert wurde, erfüllte sich Hansard einen lang gehegten Traum: Er formierte eine unvergleichlich virtuose Big-Band mit Bläsern, Background-Sängern und einer ganzen Riege an profilierten Instrumentalisten, mit der er weltweit Konzerte spielte, die allen Anwesenden in Erinnerung blieben. Mit einem bislang letzten, Anfang 2018 veröffentlichten Album „Between Two Shores“ stieg auch die kommerzielle Akzeptanz ein weiteres Mal: Es ist Hansards erste Platte, die europaweit bis in die Top 20 der Charts kletterte. Seither befindet er sich wieder auf Tournee mit seiner herausragenden Band und arbeitet gegenwärtig an seinem vierten Solo-Album, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll. Zu seinem sicherlich außergewöhnlichen Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie am 8. März 2019 dürfte er also eine Vielzahl an neuen Songs mitbringen.


Booking: Thomas Koester

  • — Hamburg | Elbphilharmonie - Großer Saal

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