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ARNOLD KASAR

Die musikalischen Stücke von Pianist und Produzent Arnold Kasar werden vom Branchenführer der klassischen Musik, der Deutschen Grammophon, ebenso veröffentlicht wie von führenden Labels der Electronica- und Jazz-Avantgarde. Kasar hat unter anderem bereits mit Hans-Joachim Roedelius oder Friedrich Liechtenstein Alben aufgenommen.

Auf der Bühne präpariert und resampelt er das Piano und kreiert seine unverwechselbaren Klanglandschaften. In all seinen Musikprojekten ist er seiner melancholisch-romantischen Klavier-sprache treu geblieben.
Am 7. November 2019 ist Arnold Kasar live im Nachtasyl in Hamburg zu erleben.

Als der Berliner Künstler vor zwei Jahren mit der zeitaufwändigen Sichtungsarbeit bereits getätigter Aufnahmen für sein aktuelles Soloalbum Resonanz begann, wählte er als Arbeitsplatz das Streckennetz des Eurocity-Zuges, der Berlin mit Prag, Prag mit Breslau und Breslau mit Wien verbindet. Kasar, der regelmäßig durch Europa reist und sich selbst als digitalen Nomaden bezeichnet, bevorzugt die Eisenbahn gegenüber dem Auto und dem Flugzeug, und den Eurocity gegenüber allen anderen Zügen, da man in ihm die Zeit vergessen kann. Sein Laptop wurde zum Skizzenbuch für Klangniederschriften. „Resonanz habe ich komplett auf diesen endlosen Bahnfahrten durchgehört, editiert und geschnitten“, erläutert er.

Über die Jahre haben sich auf diese Weise einige Stunden an extrem persönlichen Klavierimprovisationen angesammelt. Diese wurden aufgezeichnet und archiviert. Dann und wann pickte sich Kasar einzelne Aufnahmen heraus und bearbeitete diese bis zur Unkenntlichkeit. „Ich habe einen Werkzeugkasten portabler Synthesizer, aus dem alles entsteht. Ich kann also jederzeit vom Klavier in Richtung Elektronik gehen und zurück zum Solopiano, oder beides vermischen.“ Diesen Prozess bezeichnet Arnold Kasar als Medienwechsel.
  • — Hamburg | Nachtasyl

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