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ANDREAS KÜMMERT

Er ist ein Getriebener. Ein ständig Suchender. Nach der Wahrheit. Nach Inspiration. Nach echten Gefühlen. Und natürlich nach sich selbst. Eine Forschungsreise, die Andreas Kümmert schon in frühen Jahren begonnen hat und die ihn nach diversen Höhen und Tiefen nun zur nächsten Etappe führt. Auf seinem jüngsten Album „Lost And Found“ macht der Musiker Zwischenstation an einem ebenso ungewöhnlichen wie auch ungewohnten Ort, um sich dem Publikum von einer völlig neuen Seite zu öffnen. Eine Seite, die komplett anders als all das klingt, was man bisher von dem 31-jährigen Blues-Man gehört hat. Kümmert entfernt sich einen ganzen Schritt von seinen einstigen Singer/Songwriter-Wurzeln, um sich einer genreübergreifenden Vielfalt neuer und moderner Einflüsse zu öffnen: Angefangen bei swingendem Neo-Soul, über hoch ansteckenden Funk, bis hin zu opulent orchestrierter Popmusik und gefühlvollen Gospel-Einflüssen spannt er seinen stilistischen Bogen – das alles, ohne sich selbst auch nur einen Moment lang untreu zu werden. Eine musikalische Weiterentwicklung, die größer wohl nicht sein könnte. Ein gut kalkuliertes Risiko: Denn nur wer Reibung erzeugt, der bringt Herzen zum Brennen. Der Vollblutmusiker hat seine markante, sofort wiedererkennbare Soundästhetik mit Unterstützung der beiden Produzenten Jules Kalmbacher (Tim Bendzko, Mark Forster, Xavier Naidoo) und Jens Schneider (Max Giesinger, Joris, Wincent Weiss) einer Frischzellenkur unterzogen, die seine enorme Weiterentwicklung als Songwriter und Texter spiegelt – und nach der er sich heute auch in mainstreamigeren Klanggefilden hörbar wohlfühlt. Auch live geht Andreas Kümmert gerne neue Wege. So inszeniert er seine Songs im Moment am liebsten zu zweit und geht als Andreas Kümmert Duo auf Tour. So wirken die alten und neuen Stücke noch einmal ganz anders, aufs Wesentliche reduziert, sehr intim und doch voller Kraft. Nicht zuletzt wegen seiner Bombenstimme. Am 17. November kommt das Andreas Kümmert Duo im Rahmen der „Something in my Heart“-Tour nach Hamburg in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie.


Andreas Kümmert? Da war doch was. Ach ja. Der Mann, der mit seiner unglaublichen Stimme die Konkurrenz bei Voice Of Germany pulverisiert und die Juroren mit offenen Mündern zurückgelassen hat. Souverän hat der Musiker aus Gemünden 2013 die dritte Staffel der TV-Castingshow gewonnen. Aber da war auch der Mann, der 2015 den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest unter dem Motto „Unser Song für Österreich“ ähnlich souverän gewonnen und dann vor laufender Kamera auf das Finale in Wien verzichtet hat. Andreas Kümmert ist eben ein Individualist und das ist gut so. Ein Künstler mit eigenen Vorstellungen, aber auch mit eigenen Dämonen. Die hat er auf dem Album „Recovery Case“ (2016) öffentlich gemacht - Angststörung und Depressionen, psychotherapeutische Behandlung, Medikamente. Eigentlich hat Kümmert all seinen Kritikern ausführlich erklärt, warum er so ist, wie er ist. Und dass er nicht immer das macht, was alle von ihm erwarten. Vergangenes Jahr gab es dann einen herben Rückschlag. Nach „Lost And Found“, seinem dritten Album für das Major-Label Universal, hat der Medienkonzern die Zusammenarbeit beendet. Und auch sein Management hat sich verabschiedet. Aber in jedem Ende wohnt bekanntlich ein neuer Anfang. Mit Vomit Records hat Andreas prompt sein eigenes Label gegründet und beschlossen künftig auf eigene Faust weiterzumachen. Zurück zu den Wurzeln. Keine Marketingexperten oder A&Rs mehr, die am Brei mitrühren. Andreas Kümmert pur. Deshalb hat das kommende „Harlekin Dreams“ wohl auch die größte Bandbreite aller Kümmert-Alben. Rauhe Rock’n’Roll-, Soul- und Blues-Musik. Im Würzburger Sonic Storm Studio ist in akribischer Feinarbeit sein neues Studioalbum entstanden. Mehr als neun Monate hat Kümmert gemeinsam mit Produzent und Toningenieur Dominik Heidinger an den neuen Songs herumgeschraubt. Diesmal hat er alle Instrumente selbst eingespielt und auf die Hilfe von Co-Songwritern komplett verzichtet. „Harlekin Dreams“ ist für Andreas Kümmert eine Art Opus Magnum. Ein Befreiungsschlag, nach all den Kompromissen und Rückschlägen. Vielleicht sogar das Album, was er schon immer machen wollte. Das stellt er auch live unter Beweis, wenn er am 2. März 2020 nach Hamburg ins Mojo kommt.

  • — Hamburg | mojo club

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