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AMBER ARCADES

Die Niederländerin Annelotte de Graaf schrieb in ihrer Zeit in Philadelphia, Folk-Songs zur Gitarre, melancholisch und wunderschön. Aber die Aufnahmen, die erste EP „Benjamin“, die sie davon machte, waren ihr dann doch nicht gut genug. Ein bisschen fade vielleicht, es fehlte einfach etwas. In Utrecht konnte ihr niemand helfen, also flog sie mit ihrem eigens für diesen Anlass gesparten Geld nach New York, um mit dem Produzenten Ben Greenberg zu arbeiten. Hier erst wurde sie so richtig zu Amber Arcades. Mit einem erweiterten Instrumentarium und einer für sie zusammengestellten Band spielte sie ihr Debütalbum „Fading Lines“ ein. Klassisches und folkiges Songwriting vermischte sich mit Einflüssen wie Stereolab oder Broadcast, die gläsern-trockene Stimme und traumverhangenen Stücke erhielten eine solide Grundlage. Das Tempo zog an, der Space-Pop nahm Fahrt auf, die Kritiker waren begeistert, die Fans auch. Aus einem Jugendtraum und Soloprojekt war eine formidable Band gewachsen, die live großartig harmoniert. Jetzt steht Amber Arcades wieder im Studio und arbeitet an der zweiten Platte – von der noch kaum ein Ton bekannt ist. Es werden Streicher zu hören sein, gab sie vorab schon mal bekannt, weil das etwas Schönes und recht Erwachsenes sei. Nach der Hörerfahrung mit „Fading Lines“ lässt sich wirklich nicht voraussagen, wie die neue Platte klingen wird, in zu viele Richtungen könnte sich der Sound entwickeln. Aber bei dem Talent für große Songs, das Amber Arcades schon immer an den Tag legte, ist das auch ein bisschen egal: Es kann nur große Musik werden. Wer sichergehen will, muss im Juni die exklusive Show besuchen, die Amber Arcades in der Berghain-Kantine spielt. Das wird sicherlich das erste Blinddate, bei dem nichts schief gehen kann.


Booking: Thomas Koester

  • — Berlin | Kantine am Berghain

    Einlass:  Uhr Beginn:  Uhr

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    Taz., MusikBlog.de und The-Pick.de

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