Direkt nach Erscheinen ihres selbstbetitelten ersten Albums bekamen 3Teeth eine Einladung, mit Tool und Primus zusammen auf große Arenatour zu gehen. Und seither wurden die Industrial-Metal-Götter nur noch besser. Die zweite Platte <shutdown.exe> bescherte ihnen in Europa und den USA Headline-Touren und Supportslots für Bands wie Rammstein, HIM und Danzig. Jetzt gehen 3Teeth mit „Metawar“ noch tiefer ans Eingemachte: „Auf unserem Debüt ging es um Mensch vs. Welt, auf dem zweiten Album war das Thema Mensch vs. Mensch, und auf der neuen Platte ist es Welt vs. Welt“, erklärt Frontmann Alexis Mincolla und sinniert darüber, dass der Mensch seine eigene Welt erschaffen muss, wenn er nicht von der eines anderen vernichtet werden möchte. „Metawar“ ist ein akustischer Angriff auf die Wahrnehmungsmanagementsysteme, die unsere Welt fest im Griff haben. Es ist eine Gegenmaßnahme zum unsichtbaren Krieg der Ideologien, der fortwährend Avatar-Schachfiguren auf dem Schlachtfeld sozialer Plattformen hin und herschiebt. Er richtet sich gegen eine Welt, in der alle an ein riesiges prothetisches, digitales Nervensystem angeschlossen sind und ununterbrochen von der tagesaktuellen Ideologie manipuliert werden. 3Teeth rammen dieses Album in die kognitiven Zahnradgetriebe, die die heftig spaltende Rhetorik antreiben, indem sie die Scheinheiligkeit, Idiotie und den Wahnsinn auf allen Seiten herausstellen. Die Kalifornier machen das mit genau der aggressiven Kompromisslosigkeit, die man von ihnen gewohnt ist. Als Produzenten engagierten sie Sean Beavan, der bereits mit Genregrößen wie Nine Inch Nails und Marilyn Manson gearbeitet hat. Der weiß, wie er mit dem zynischen Humor umgehen muss, mit dem 3Teeth unsere Welt analysieren, und setzte ihn kongenial in einen brutalen Klangangriff um. Das verspricht für die kommende Tour im Februar wieder volle Moshpits und eine großartige visuelle Umsetzung.


Booking: Bernie Schick