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Silke Westera
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TWIN ATLANTIC
Rock Sound titelt auf seinem Januar-Cover "We predict a riot", und bezeichnet neben anderen Bands Twin Atlantic als Speersitze einer neuen "Brits on Rampage"-Bewegung. Und recht hat das britische Magazin: England braucht endlich eine neue Generation wirklich wütender Musiker, die der alten Garde müde und verbraucht wirkender Stars mal tüchtig den Marsch bläst– und natürlich Schottland, woher Twin Atlantic stammen, Wales, Nordirland und wir alle auch. Schon lange klang Alternative nicht mehr so alternativ, so rau, so roh, so perfekt. Die vier Jungs aus Glasgow gehen auf ihrem Debütalbum "Vivarium" nie den einfachen Weg, sondern spielen mit ihren Songs Pingpong, lassen die Gitarren mal jaulen, mal krachen, verschieben die Rhythmen durch die Takte, spielen mit Pausen, Stille und Lärm, dass es nur so raucht. Produziert hat diese 33 Minuten Energie John Travis, der auch schon für Kid Rock und Monster Magnet die Regler drehte. Richtig wahr wird der Traum eines neuen britischen Sounds aber erst live, wenn Twin Atlantic mit ihren Songs jede Bühne in eine Schlangengrube verwandeln, bei "Girls Just Wanna Have Fun" Cyndi Lauper endgütig in Brand setzen und mit "Let It Be" eine Band wie The Beatles in ganz kleine Teile zerlegen. Das andere Ding aus Großbritannien eben.
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