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GOV´T MULE
Zurückgelehnter Southern Rock, nicht mehr und nicht weniger zeichnet Gov’t Mule aus. Wobei das keine neue Regierungsform für Esel sein soll, sondern angeblich im Südstaaten-Slang das prächtige Gesäß einer Frau beschreibt. Nun ja, auch die Vorgänger-Band der Gov’t-Mule-Gründer Warren Haynes und Allen Woody zeichnete sich nicht gerade durch fantasievolle Namensgebung aus. Aber was für einen Klang haben die Allman Brothers bis heute! Ähnliches gilt für Gov’t Mule: Wie locker hier die Riffs aus der Hüfte geschossen werden, wie bluesig der Bass stompt, wie relaxed das Schlagzeug den Rhythmus vorgibt, mit welcher Spielfreude die Gitarren ihre Soli runterrotzen, das hat schon ganz große Klasse. Das war schon auf ihrer ersten selbstbetitelten Platte so, das war auf ihren Reggae-Ausflügen "High & Mighty" und "Mighty High" so, und das gilt auch für ihr vor einem halben Jahr erschienenes Back-to-the-roots-Album "By A Thread". Auch wenn Woody im Jahr 2000 starb und schmerzvoll ersetzt werden musste: Jahrzehntelange musikalische Erfahrung lässt sich nicht ersetzen, aber vor allem jahrzehntelange Spielfreude macht das besondere an Gov’t Mule aus. Egal, ob es Eigenkompositionen sind oder Coverversionen von Jimi Hendrix über Neil Young bis Frank Zappa, immer klingt die Stimme von Warren Haynes durch, immer ist es diese charakteristische Haltung eines durch und durch selbstbewussten Südstaaten-Amerikaners, der weiß was er kann, was er will und wie es klingen muss. Gov’t Mule kommen am 21. Juni zu einer exklusiven Show nach Berlin, um im Huxley’s zu zeigen, was die Band um den dreiundzwanzigstbesten Gitarristen aller Zeiten (Warren Haynes im Rolling-Stone-Ranking) denn eigentlich unter rocken versteht.
präsentiert von: Piranha, Rocks, Guitar |
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