Wheatus machen einfach immer weiter gute Musik. So einfach ist das. Im Jahr 2000 ist die New Yorker Band mit ihrer Loser-Hymne „Teenage Dirtbag“ auf einen Schlag berühmt geworden und bekam sowohl für die Single und als auch das dazugehörige Debütalbum locker ein paar Platinscheiben überreicht. Seither hat die Band die eine oder andere Umbesetzung hinter sich und bringt ihre Platten lieber auf dem eigenen Label heraus, statt den Anweisungen irgendwelcher Businessmenschen  zu folgen. Das hat vielleicht dem kommerziellen Erfolg nicht immer gut getan, künstlerisch war es dafür eine großartige Entscheidung. Mastermind Brendan „BBB“ Brown ist immer noch für die Songs und den Sound verantwortlich und arbeitet im Moment am siebten Album von Wheatus. Als Vorgeschmack kursiert seit einiger Zeit das Stück „Tipsy“, ein Bastard aus poppiger Stimme, schweren Postpunk-Rückkopplungs-Krach-Gitarren, fröhlicher Keyboard-Orgelei und gewohnt ironischen Lyrics. Ein Song, der so wohl von keiner Plattenfirma durchgewunken worden wäre, der aber sofort seinen Reiz und seine Originalität verbreitet und der vor allem Lust auf viel, viel mehr macht. Wheatus haben es dank des frühen Erfolgs geschafft später nur noch das zu tun, worauf sie wirklich Lust haben - und daran hat sich bis heute nichts geändert. Um die Tour in einem Jahr zu finanzieren, haben sie einfach das Equipment vom vorangegangenen über Ebay vertickt. iTunes, Spotify, Klickzahlen, Streams, Downloads, Freundesfreunde interessieren sie einfach nicht mehr. Stattdessen ziehen sie ihr Ding durch, gehen auf die Bühne und rocken das Haus mit ihrem poppigen Rock, ihren humorvollen Shows, und spielen als Zugabe „Teenage Dirtbag“. Nicht, weil alle es erwarten, sondern weil es ein arschcooler Song ist. Wie gesagt: So einfach ist das. Im Juni spielen Wheatus eine exklusive Show in Köln.


Booking: Mario Stresow