Konzerte von Seafret sind eine feine und sehr intime Angelegenheit. Egal wie groß das Publikum ist, wie klein oder groß die Halle: Irgendwie schaffen es Sänger Jack Sedman und der Gitarrist Harry Drap jeden mit ihren Songs und ihrer Wärme willkommen zu heißen und ihm oder ihr das Gefühl zu geben, nur für ihn oder sie zu spielen. Sedman und Draper stammen aus dem kleinen Seebad Bridlington und sind seit ewigen Zeiten beste Freunde, seit sie sich vor Jahren bei einer Open-Mic-Veranstaltung erstmals getroffen haben. Draper war damals schon ein erfahrener Musiker, der ein paar Jahre ältere Sedman hatte da gerade seine Stimme entdeckt. Aus dem Nichts heraus haben die beiden angefangen zu komponieren. „Wir haben nie zuvor ein Lied geschrieben“, erinnert sich Sedman, „Ich liebe Musik, aber das hatte ich noch nie gemacht. Aber wir haben sofort begriffen, wie es geht, weil die Chemie zwischen uns in dem Moment stimmte, als wir begonnen haben zu spielen.“ Der Bandname war schnell gefunden: Das Meer der Heimat taucht darin auf und das Griffbrett einer Gitarre, auf englisch Fretboard. Es ist aber auch ein Begriff, der den Jungs vertraut ist, denn er bezeichnet den Nebel, der in East Yorkshire jeden Sommer von der Nordsee heranrollt und das Land verschwinden lässt. In schneller Folge veröffentlichten Seafret die beiden EPs „Give Me Something“ aus dem Jahr 2014 und kurze Zeit später „Oceans“ mit ihrer ehrlichen, zurückhaltenden, aber auch betörenden und ansteckenden Musik voller Gefühl. Im vergangenen Jahr kam dann die Debütplatte „Tell Me It’s Real“ heraus. Seitdem sind Sedman und Draper eigentlich ständig auf Tour, und im Mai kommen sie erneut nach Deutschland, um zwei Konzerte in München und Stuttgart zu spielen – in zwei Städten also, die bislang noch nicht auf ihrer Reiseroute lagen. 


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