Rin steht mit seiner Interpretation von HipHop in Deutschland ziemlich einsam da. Die ölig dahinfließenden Synthie-Wände und der Einsatz von Autotune in seinen Tracks bringt ihm hin und wieder die Einordnung in Cloud Rap ein – obwohl noch immer niemand so richtig weiß, was in diese Schublade eigentlich gehört. Auch die Zurückhaltung, die der Mann aus Bietigheim-Bissingen in Bezug auf soziale Medien an den Tag legt, hebt ihn stark von seinen Kollegen ab. In einer Zeit, wo es in der Szene am Wichtigsten erscheint, sich ständig irgendwo zu präsentieren, zu allem eine Meinung zu haben, stets präsent zu sein, grenzt Rin sich ab. „Alles ist wichtig außer Musik. Das ist nicht mein Ansatz“, nannte er das im Interview mit dem Fachblatt Juice. Die Raps sind rund, ruhig und tiefenentspannt, egal worum die Reime rollen. Die Musik kommt ebenfalls sehr zurückgelehnt daher. Mit einem Schlag bekannt wurde Rin mit dem Kollabo-Track „Bianco“, den er zusammen mit Yung Hurn zu einem der Über-Hits des Genres 2016 gemacht hat. Inzwischen hat Rin sich ein wenig gewandelt. Seine zwischenzeitliche Mitgliedschaft bei der Live From Earth-Posse hat er wieder gekündigt, in aller Freundschaft, wie er betont, um wieder näher an seiner Heimat sein zu können und mit den Jungs von dort und von früher zu arbeiten. Nach der grandiosen Debüt-EP „Genesis“ aus dem vergangenen Jahr arbeitet Rin ständig an neuen Tracks und auch an einer ersten langen Platte, und Tourpläne gibt es auch: Rin kommt am 12. Oktober nach Hamburg ins Uebel & Gefährlich und rappt am 13. Oktober in Kiel in der Pumpe.
  • — Hamburg | Uebel & Gefährlich

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    präsentiert von

    Hamburger Morgenpost

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  • — Kiel | Die Pumpe

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