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LUCINDA WILLIAMS

Lucinda Williams ist unbestritten einer der größten Stars im weiten Genre Americana. Irgendwo zwischen Country, Folk und Classic Rock angesiedelt, macht die Frau aus Louisiana seit bald 40 Jahren grandiose Musik. Mit ihrer gebrochen-knarzigen Stimme, ihrem souveränen Gitarrenspiel und dem außergewöhnlichen Songwriting hat sie viele neue Impulse gesetzt und andere Musikerinnen und Musiker beeinflusst. Allerdings hat es eine Weile gebraucht, bis sich diese Qualitäten durchgesetzt haben: Erst mit 26 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Album, und bekannt wurden ihre Stücke zunächst nur durch Versionen anderer Musikerinnen. So gewann sie ihren ersten Grammy für ihren Song „Passionate Kisses“ – gecovert von Mary Chapin Carpenter – zu einem Zeitpunkt, als sie als Solokünstlerin noch skandalös unbeachtet war. Auch ganz große Vertreter wie Emmylou Harris nahmen Lieder von ihr auf und förderten Williams’ Karriere, wo es nur ging. Erst 1998 gelang mit dem Album „Car Wheels On A Gravel Road“ der Durchbruch. Es folgten weitere Grammys und Erfolgsplatten. Lucinda Williams „vollbringt das Kunststück, Musik, die es, auch in akkurat dieser Form, seit fast fünfzig Jahren gibt, zeitgenössisch klingen zu lassen“, schrieb die FAZ einmal und bringt es damit ziemlich genau auf den Punkt. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden, es kommt nur darauf an, es in Drehung zu halten. Williams sucht sich ihre Themen vor der Haustür und schafft es immer wieder, das Alltägliche besonders werden zu lassen, aus einem Fundstück eine ganze Welt zu erschaffen. Zum Beispiel setzte sie mit ihrem jüngsten Album „The Ghosts Of Highway 20“ aus dem vergangenen Jahr einer Straße ein Denkmal, die weniger legendär ist als die Route 66 oder durch ihre Schönheit besticht wie der Pacific Coast Highway. Dafür windet sich der Highway 20 nicht nur durch die Südstaaten von South Carolina nach Texas, sondern auch durch Williams’ Vergangenheit. In diesen 14 Songs male sie eine Landkarte ihres eigenen Lebens. Das Album enthält die intensivsten und experimentellsten Arrangements, die Williams jemals aufgenommen hat, wie etwa bei „Dust“, dem entspannten „If My Love Could Kill“ und „House of Earth“, übrigens ein verloren gegangener Woody Guthrie Song, zu dem Williams nun die Musik schrieb. Aber auch Gedichte ihres Vaters Miller Williams können als Grundlage für ihre tiefen Songs dienen. Im August kommt Lucinda Williams nach Deutschland, eine der raren Gelegenheiten, diese große Musikerin bei uns live zu erleben.


Booking: Thomas Koester

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    Hamburger Morgenpost, kulturnews, Classic Rock, Szene Hamburg

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  • — Köln | Kantine

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