Jófríður Ákadóttir ist eine ziemlich lebhafte Person und reichlich beschäftigt. Beim Iceland-Airwaves-Festival im vergangenen November beispielsweise war die Isländerin mit gleich drei Projekten auf den Bühnen zu erleben. Auch wenn es auf ihrer Heimatinsel üblich ist, das die meisten Musiker in verschieden Bands aktiv sind: So umtriebig ist sonst niemand, dabei ist sie kaum über 20 Jahre alt. Mit ihrer Zwillingsschwester bildet die junge Frau seit ihrem 14. Lebensjahr das Indie-Folk-Duo Pascal Pinon, sie ist Sängerin beim elektronischen Experimental-Trio Samaris und Mitglied des mysteriösen Ambient-Kollektivs Gangly mit seiner faszinierenden Kombination aus Musik und grafischer Kunst. Außerdem ist Jófríður bei einer weiteren, noch geheimen Band aktiv. Seit einiger Zeit macht sie auch solo unter dem Namen JFDR Musik. Zyklische Gitarrenparts vermischen sich mit Soundlandschaften und erinnern an Minimal Music. Elemente von klassischer Musik, Folk und elektronische Einsprengsel ergänzen die Klangvielfalt. Jófríður selbst sagt darüber, es sei der Klang der sich verändernden Jahreszeiten, ein Strom, der mal wild sein kann und mal wie ein stilles Wasser. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die poetischen und überaus bildreichen Texte, die in die Songs eingebettet sind wie in Samt. Vor ein paar Tagen erschien mit „Brazil“ das erste Album von JFDR, produziert vom New Yorker Multitalent Shahzad Ismaily, und im Mai spielt sie mit ihrer Band eine exklusive Show in München.


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