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HERE LIES MAN

Was wäre wohl aus Black Sabbath geworden, wenn die Briten anstatt den Metal zu erfinden Afrobeat gespielt hätten? Diese Frage stellte sich Marcos Garcia, der in diesem Zusammenhang als Fachmann gelten darf. Seit 2003 ist er Gitarrist bei Antibalas, diesem New Yorker Kollektiv, das Fela Kutis Band The Afrika 70 nachgebildet ist und die klassische Afrobeat-Tradition mit Jazz, Funk, Dub und karibischen Einflüssen kombiniert. Garcia war schon früh aufgefallen, dass die repetitiven Elemente dieses Genres ganz eng mit Elementen des Heavy-Rock verbunden sind. Insbesondere rhythmisch liegen Gitarren-Riffs, wie sie eben Black Sabbath gespielt haben, nahe an der Clave, dem musikalischen Algorithmus, um den sich viele afrikanische und zentral- und südamerikanische Tracks drehen. Was lag also näher, als mit seinen Mitstreitern genau diese beiden musikalischen Traditionen und dazu noch die psychedelischen verzerrten Gitarren miteinander zu kombinieren und daraus einen unglaublich funkigen, groovigen und gleichzeitig schweren Sound zu entwerfen? Here Lies Man ist richtig catchy, weil die Band alle abgedroschenen Klischees vermeidet. Insbesondere auf Drummer Geoff Mann, den Sohn des Jazz-Flötisten Herbie Mann, und dessen rhythmisches Gespür kann sich Garcia dabei verlassen, wenn es darum geht, seine Vision umzusetzen: „Ich möchte mit den Tracks eine musikalische Tradition erweitern und gar nicht einmal etwas Neues erschaffen.“ Das haben Here Lies Man mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das im Juni erschienen ist, dennoch geschafft. Im Februar kommt die Band erstmals zu uns auf Tour.


Booking: Thomas Koester

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