Rhymesayers-Zögling Grieves ist wieder da mit seinem fünften Album „Running Wild“, und erneut hat sich der Rapper aus Seattle gewandelt und sich ein ganz neues Soundgewand gewoben. Zusammen mit dem schwedischen Produzenten Chords präsentiert er auf der neuen Scheibe einen mitreißenden HipHop-Sound, der kickende Drums und warme Bass-Lines mit souligen Bläsern und Keybords vereint. Ob dunkel oder gefühlig, ob Upbeat oder Jazzy – Grieves navigiert den Hörer durch alle Klang-Landschaften und unterwirft sich keiner Grenze. Dieser Vintage-Sound, so sagt er selbst, komme wahrscheinlich daher, dass er und seine Crew wirklich alte und manchmal auch ein wenig schrottige Instrumente verwendet haben. Aber das sei ja auch der gewünschte Effekt gewesen. Man merkt der Produktion an, dass der Mann immer weit über den HipHop-Tellerrand hinausgeblickt hat und neben alten Vorbildern wie dem Wu-Tang-Clan oder Mobb Deep – die wiederum Stücke sampelten, die er aus der Plattensammlung seines Vaters kannte – auch Punk oder Rock oder Soul in seinem musikalischen Herzen trägt. Und nachdem die letzten beiden Platten „Together/Apart“ und vor allem „Winter & The Wolves“ von Düsternis geprägt waren, wollte Grieves wieder mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommen. „Den Leuten ein Lächeln schenken“, nennt er das – ein Anspruch, den man nicht immer direkt mit HipHop verbindet – und dabei trotzdem real und tight bleiben. So ist ein vielfältiges Album entstanden, das aus der Dunkelheit über überraschende Trap-Rhythmen direkt in die klassische Souligkeit von Bläsern, Gitarren und Orgel führt. „Running Wild“ ist cool und warm zugleich, Grieves ist weit weg von klassischen HipHop-Themen und doch mitten im Game. Das macht ihn so besonders. Am 9. Februar kommt er nach Hamburg in die Molotow Sky Bar.
  • — Hamburg | Molotow SkyBar

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