Am 5. Dezember 2014 lief auf der isländischen Radiostation Straumur erstmals der Track „Fuck With Someone Else“ von Gangly. Das Besondere war, dass bei der Ausstrahlung niemand wusste, wer hinter dieser ätherischen und dunklen elektronischen Musik, hinter diesen extrem artifiziellen goldenen Figuren im ziemlich ausgefuchsten und ebenso künstlichen wie kunstvollen Video steckte. Obwohl die drei Menschen eigentlich gar kein Geheimnis daraus machen wollten, sie wollten nur ihre Musik im Mittelpunkt sehen und verzichteten darum anfangs darauf, ihre Namen zu nennen. Aber sie fanden es doch gleichzeitig ziemlich lustig, in Reykjavik auf Partys Gesprächen zuzuhören, in denen über ihre Identität theoretisiert wurde. Sindri Már Sigfússon, besser bekannt als SinFang, Úlfur von der Band Oyama und Samaris-Sängerin Jófríður Ákadóttir kannten sich natürlich schon lange von verschiedenen Gelegenheiten - und weil alle Musiker auf Island sowieso ständig gemeinsam miteinander arbeiten, riefen sie Gangly ins Leben. Zusammen mit einem Grafiker von den Undir Studios in Reykjavik, der für das Artwork und die Filme zuständig ist, hat das Trio inzwischen drei Tracks veröffentlicht – nach „Holy Grounds“ folgte zuletzt im Dezember „BlowOut“ –, einer geheimnisvoller als der andere. Hinter diesen ambient-beeinflussten Stücken - in den Lyrics stecken tiefe Schönheit, ruhige, fließende Bewegungen, aber in der Tiefe auch ein Phantom, eine grummelnde, kaum fassbare  Bedrohung. Die Ambivalenz der Musik und der Kunst fesseln den Zuhörer wie den Betrachter gleichzeitig. Im Moment arbeiten Gangly an weiteren Stücken, veröffentlichen im April ein neues Album und kommen nach Deutschland, um ihr Gesamtkunstwerk live zu präsentieren.


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